14.03.2018

Großartige Aufführung des Kurses "Darstellen und Gestalten" der Klasse 10 zum Thema Mobbing: "MUSS ERST ...?"

„Muss erst …?!“

„Mobbing bedeutet, andere Menschen, in der Regel ständig bzw. wiederholt und regelmäßig, zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen, …“ zitieren die Schüler der Rhön-Ulstertal Schule Geisa in ihrer Einladung zu ihrem neuen Theaterstück „Muss erst…!?“ Wikipedia.
Seit Schuljahresbeginn haben sich die Zehntklässler mit dem Thema Mobbing auseinandergesetzt, haben recherchiert und eigene Erfahrungen mit eingebracht. Aus all den Erkenntnissen wurde dann ein Theaterstück entwickelt, welches am 13.03.2018 im Mehrzweckgebäude der Regelschule Geisa zur Aufführung kam.
Die Geschichte des Stückes handelt von der Schülerin Marie, die eigentlich ein ganz normales Mädchen ist, aber durch ihre Freundschaft zu einem Jungen in den Fokus einer Gruppe Mitschülerinnen gerät, die ihr fortan das Leben schwermachen. Im schulischen wie im privaten Bereich hat sie ab jetzt keine Ruhe mehr, wird belächelt und beleidigt, wird schikaniert und drangsaliert, bis sie keinen anderen Ausweg mehr weiß als sich selbst das Leben zu nehmen.
Auf der Bühne spitzt sich dann die Situation dramatisch zu, als mit einer Mauer aus Kartons ihre Mitschüler eine offensichtliche Barriere aufbauen, die die immer weitere Isolation des Mädchens Marie symbolisiert.
Alle Schülerinnen und Schüler waren sich einig, dass ihr Stück nicht dramatisch enden soll und so durchstößt eine Mitschülerin beherzt die Mauer und stellt sich gerade noch rechtzeitig an die Seite des Opfers. Mit den Worten „Muss erst etwas passieren, damit wir die Augen öffnen? Muss erst?“ endet das Stück und gibt somit die Frage an das Publikum weiter.
Kursleiterin Dagmar Nicklich war es besonders wichtig, dass so viele Schüler wie möglich das Bühnenstück sehen, um über diese wichtige Thematik nachdenken zu können. So wurde die öffentliche Generalprobe am Montag bereits von den Schülerinnen und Schülern der 6.und 7.Klasse besucht und am Mittwoch sahen es noch einmal die Klassen 6-8 des Gymnasiums Vacha, Außenstelle Geisa, und die Klassen 8-10 der Regelschule, die für ihre Mitschüler einen kräftigen Applaus spendeten.
Dass die Schülerinnen und Schüler den Nerv ihrer Gäste getroffen haben, zeigte so manches tränennasse Auge im Publikum. Die Lehrerin verabschiedete alle Gäste mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass niemand von ihnen je in solch eine Situation kommen möge und auch dem Menschen beistehe, dem so etwas passiert.

Mitwirkende:
Emma Arnreich, Eleonora Baumgardt, Anna-Lena Rübsam, Pia Träber, Jonas Wald (Technik), Florentine Altmann, Anne Ehmann, Elias Krah, Tommy-Lee Menge, Anna Schel, Cécil Weitz, Celine Will, Dagmar Nicklich (Kursleiterin)