12.09.2016

Weimarer Kultur-Express zu Gast an unserer Schule

mit dem Theaterstück: "Fremde Heimat"

Vom Verhalten einiger kann nicht auf die Mentalität einer gesamten Nation geschlossen werden. Niemand ist wie alle. Jeder Mensch ist ein Individuum. Und jeder Mensch hat eine eigene Geschichte.
Mit dem Theaterstück „Fremde Heimat“ erzählt der Weimarer Kultur-Express auf der einen Seite die Lebensgeschichte eines jungen Ausländers und spricht damit das Einfühlungsvermögen der Zuschauer für Menschen in Flucht- und Asylsituationen an.

Die Geschichte Maries steht auf der anderen Seite für die Ängste und Vorurteile der einheimischen Jugendlichen, die hier ernst genommen und abgebaut werden. Aber sie steht auch stellvertretend für die Menschen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Neben dem menschlichen Verständnis geht es auch um das politische Verständnis der Ursachen für die Massenfluchten, die wir momentan erleben.

Daniel kommt nicht von hier. Aber er möchte hier leben. Ganz normal, wie alle Jugendlichen. Seine Eltern fehlen ihm. Sie sind in der Heimat geblieben, die ihm zwar vertraut, aber gefährlich ist. Deshalb wollten seine Eltern, dass er geht. Für eine Flucht der ganzen Familie hätte das Geld nicht gereicht. Nun ist er der Hoffnungsträger, die Zukunft seiner Angehörigen und trägt eine verantwortungsvolle Last. Daniel war erst 13, als er sich alleine auf den Weg machte. Die Angst war sein ständiger Begleiter. In Deutschland trifft Daniel auf Marie. Während ihrer Begegnungen nähern sich die beiden nach und nach an. Während Marie sich zwischen Verständnis und Vorurteilen hin- und hergerissen fühlt, muss Daniel lernen, sich anzupassen. Beide machen dabei Fehler, beide müssen sich immer wieder bemühen, den anderen zu verstehen. Und beide müssen ihre Beziehung gegenüber Dritten verteidigen.