02.07.2015

Theaterpremiere an unserer Schule

Im Mehrzweckgebäude der Rhön-Ulstertal-Schule Geisa erlebten viele junge Zuschauer aus den Grundschulen Geisa, Buttlar und Geismar mit ihren Eltern die Premiere des Theaterstücks "Im Land Anderswo", eine abenteuerliche Geschichte um Mut, Treue und Hoffnung. Diesmal war es aber nicht die Theater-AG, welche hierzu eingeladen hatte, sondern waren es die Mitglieder des Kurses „Darstellen und Gestalten“ aus den beiden siebten Klassen mit ihrer Lehrerin Dagmar Nicklich. Die Erarbeitung des phantasievollen Märchens ist das Jahresergebnis des kreativen Wahlpflichtfaches, für dessen Teilnahme sich 12 Schüler entschieden hatten. Die Kunstlehrerin Frau Nicklich hat neben ihrer Lehrerqualifikation an verschiedenen Theatern ein zusätzliches Studium als Spielleiterin abgeschlossen und somit beste Voraussetzungen für die Leitung einer solchen Theatergruppe, wo verschiedene Spielarten gelehrt werden.

Selbst entwickelt und gestaltet.

Aus diesem Grund waren auch alle Schüler an der Entwicklung und Gestaltung des Märchens selbst beteiligt. So wurde zum Beispiel im ersten Halbjahr eigenständig, das heißt individuell, an den Charakteren und an dem Spielverhalten der vorgegebenen Märchenfiguren gearbeitet, während dann anschließend Frau Nicklich das Märchen konzipierte und dabei die Schülerideen einfließen ließ. Im zweiten Halbjahr wurde auf der Bühne gearbeitet.

Warum sich die Lehrerin zum Einstieg in die Problematik für ein Märchen entschied? Sie findet, die Handlung in einer Scheinwelt bietet den Darstellern ganz andere Möglichkeiten sich darzustellen, eine Welt, wo man seine Gedanken nicht in eine Schablone pressen und keine aktuellen Schauplätze beachten muss, in der man sich freier bewegen und somit auch ungezwungener agieren kann.

140 Zuschauer

Trotz der Hitze ließen es sich 140 Zuschauer nicht nehmen, sich mit großem Interesse in ein Land versetzen zu lassen, wo alle Dinge anders sind, die Wesen zaubern und verzaubert werden können. Prinzessin TLIDA ist von der bösen Zauberin Eve, die nach dem Tod des Königs selbst an die Macht kommen will, entführt worden. Vier junge Leute wollen sie retten, müssen aber dazu den Geist der vier Elemente auf ihre Seite bringen, denn nur dieser kann den Trank brauen, der die Prinzessin erlösen kann. Es gilt, von den Zauberinnen der einzelnen Elemente das Wasser des Lebens, den Feuerstein, den mystischen Windhauch und den Bergkristall zu bekommen. Entsprechende Aufgaben sind vorher zu lösen…

Das Gute lässt sich nicht aufhalten.

Am Ende gelingt es den Lebensrettern mit dem Geist der vier Elemente und seinen Zauberinnen gemeinsam den Trank zu brauen, welcher aus der bösen Eve eine freundliche Zauberin macht, die letztlich die Prinzessin um Vergebung bittet. „Na also, geht doch“, heißt es am Ende, „das Gute lässt sich nicht aufhalten. Man muss nur fest daran glauben.“

Alle Achtung vor Frau Nicklich, was sie mit 2 Wochenstunden Arbeits- und Probezeit sowie technischer Vorbereitung auf die Bühne gebracht hat. Die Fabel wurde geschickt mit spannungsgeladenen Details und humorvollen Einlagen in Szene gesetzt, die Besetzung der Hauptrollen war optimal und den jungen Darstellern wie auf den Leib geschneidert, und man spürte förmlich, wie sich die Figuren mit ihrer Rolle identifizierten. Nicht vergessen werden darf die Einspielung der Musik sowie der Geräusche, die den Handlungsablauf noch anschaulicher gestalteten.

Viel Lob zum Schluss

Alles lief wie am Schnürchen und wurde Szene für Szene locker, ungezwungen und mit viel Engagement gespielt, Alles in allem, der Probenfleiß und die gute Zusammenarbeit zwischen Spielleiterin und Schülern hatte sich ausgezahlt. Am Ende bekamen die jungen Schauspieler viel Applaus, Dagmar Nicklich von Schulleiter Jens Jahn lobende Worte und einen Blumenstrauß sowie ihrer Mutter Frau Streit für ihre Hilfe bei der Kostümbereitstellung eine ansehnliche Blattpflanze. Ein Dankeschön ging auch an die Lehrer und Eltern für die im Vorraum angebotenen kühlen Getränke und Brezen und an die Vorsitzende des Fördervereins der Schule Barbara Vogel, welche die am Einlass recht zahlreich eingegangenen Spendengelder an die Theatergruppe übergeben konnte.

Die Mitwirkenden

Spielleiterin: Dagmar Nicklich; Techniker: Jonas Wald; Souffleuse und Trommler: Elisabeth Kranz; Darsteller: Florentine Altmann, Emma Arnreich, Eleonora Baumgardt, Florian Becker, Anna-Marie Bollenrath, Anne Ehmann, Tommy-Lee Menge, Anna Schel, Justin Stehling, Pia Träber, Anna-Lena Rübsam, Celine Will

Text: Manfred Dittmar